Wie hoch ist mein Stundenlohn als Putzfrau?

Wie hoch ist mein Stundenlohn als Putzfrau?

Was verdient eine Putzfrau?

Als Putzfrau haben Sie einen gewissen Spielraum, wie viel Sie pro Stunde verlangen können. Auf jeden Fall ist der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn von 9,19 Euro (Stand 2019) eine Untergrenze, die bei der Vereinbarung nicht unterschritten werden darf. Es gibt große regionale Unterschiede für den durchschnittlichen Stundenlohn als Putzfrau, einerseits zwischen Ost und West, andererseits zwischen ländlichen und urbanen Räumen.

In ländlichen Gebieten ist der durchschnittliche Stundenlohn mit ca. 9,50 Euro etwas niedriger und nahe am Mindestlohn. In urbanen Ballungsräumen verdienen Sie als Putzfrau im privaten Haushalt durchschnittlich 9,50 Euro in Leipzig, 10 Euro in Berlin, 11 Euro in Hamburg und 12 Euro in München.

Momentan herrscht in Deutschland Vollbeschäftigung. Auch Haushaltshilfen profitieren davon und werden zu besserem Lohn angestellt. Ein Beispiel: Als Putzfrau in Köln erhalten Sie einen Stundenlohn von bis zu 17 Euro, wenn Sie auf Putzperle.de eine Stelle finden.

Wieviel Erfahrung als Putzfrau bringen Sie mit?

Neben den regionalen Unterschieden hat auch die Erfahrung, die Sie mitbringen, Einfluss auf Ihren Stundenlohn. Wenn Sie ca. 5 Jahre Putzerfahrung mitbringen, können Sie rund einen Euro pro Stunde mehr verlangen; und mit mehr als 10 Jahren Erfahrung sind es rund 3 Euro mehr. So können Sie im Raum München durchschnittlich 15 Euro pro Stunde verlangen, wenn Sie die entsprechende Erfahrung vorweisen können, in Berlin sind es 13 Euro pro Stunde und in Leipzig 12,50 Euro.

Welche weiteren Faktoren spielen eine Rolle?

Ihr Stundenlohn ist auch von weiteren Faktoren abhängig. Einer davon ist das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Orientieren Sie sich anfangs an den Angeboten anderer Putzperlen in der Umgebung, um einen adäquaten Stundenlohn zu kalkulieren. Neben der Erfahrung können Sie diesen auch durch weitere Sonderleistungen, die Sie anbieten können, wie etwa Bügeln, Kochen, Gartenarbeiten, Fensterputzen etc., anheben. Abhängig davon, wieviel Kraftaufwand oder Geschick die von Ihnen angebotene Tätigkeit erfordert, können Sie einen höheren Stundenlohn verlangen.

Für anfallende Fahrtkosten ist übrigens eine Entschädigung von 2-3 Euro üblich. Sollte die Erreichbarkeit des Arbeitsortes erschwert sein und eine gute Verkehrsanbindung fehlen, können Sie auch hierfür einen etwas höheren Stundenlohn verlangen.

Wofür sind Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen bereit mehr auszugeben?

Die wohl wichtigsten Faktoren für Ihre potenziellen Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen sind jedoch Sympathie, Zuverlässigkeit und langfristige Bindung. Gerade bei der Vermittlung privater Reinigungskräfte sehen viele sich häufig damit konfrontiert, die Putzleistung kontrollieren zu müssen. Häufig wird auch langfristige Zusammenarbeit gesucht, diese ist jedoch nicht auf Anhieb zu finden.

Wenn Sie also Zuverlässigkeit, ein herzliches Auftreten und Regelmäßigkeit garantieren können, etwa durch entsprechende Referenzen, wird es Ihnen leichter fallen, eine für Sie passende Stelle zu finden und auch einen fairen Verdienst auszuhandeln. Damit ersparen Sie Ihrem potenziellen Arbeitgeber oder ihrer Arbeitgeberin, kontrollieren zu müssen, ob wirklich gründlich gereinigt wurde, sowie sich nach kurzer Zeit erneut um eine neue Putzhilfe bemühen zu müssen.

Wieviel vom Bruttolohn bleibt Ihnen?

Im Gegensatz zu anderen Anbietern behält putzperle.de keine Provision ein. Sofern Sie auf Minijobbasis (bis 450 Euro monatlich) als Haushaltshilfe arbeiten, können Sie den Bruttobetrag behalten und müssen ca. 14 Prozent für die Rentenversicherung abziehen. Von dieser können Sie sich zwar auch befreien lassen, lassen Sie sich dazu jedoch etwa bei der Minijobzentrale beraten, in welchen Fällen dies sinnvoll sein kann. Ihr Arbeitgeber oder Ihre Arbeitgeberin kommt für sämtliche Steuern und Sozialabgaben von ca. 15 Prozent für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse auf. Hier finden Sie eine genaue Auflistung der Kosten.

Wieviel verdienen Sie als selbständige Putzfrau?

Wenn Sie dagegen als selbständige Reinigungskraft tätig sind, können Sie mit ab ca. 22 Prozent Abgaben rechnen. Im Gegensatz zu Minijobbern jedoch, die nur bei grober Fahrlässigkeit haften, haften Sie als selbständige Reinigungskraft auch bei leichter Fahrlässigkeit, und sollten dementsprechend eine Haftschutz-Versicherung abschließen (ab 20 Euro monatlich). In der Regel kommen Sie auch für die Putzutensilien auf. Diese Ausgaben spiegeln sich in einem höheren Stundensatz wider, der ab ca. 12 Euro liegen sollte.

Zudem zahlt sich Selbständigkeit erst ab einem gewissen Mindestumsatz aus. Denn es gibt Mindestbeiträge zur Sozialversicherung, für die Sie auf jeden Fall aufkommen müssen. Diese wurden mit 2019 zwar drastisch gesenkt, dennoch müssen Sie mit Mindestausgaben von ca. 190 Euro. monatlich für die Sozialversicherung einkalkulieren, auch wenn Sie im Monat z.B. nur 400 Euro einnehmen. Hier finden Sie einen Brutto-Netto-Rechner für Selbständige (Vorsicht! die Mindestbeiträge von ca. 190 Euro werden nicht berücksichtigt!).

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